Samstag, 31.7.
- Grosse Abreise!
Zwar werden die meisten Catamarane abgebaut, zerlegt und verladen, falls dies nicht schon am Freitag geschah, allerdings wollen noch einige Segler den schönen Segeltag zu einem Tagesausflug zur Insel Hiddensee nutzen.
- Mit einem Tag Verspätung sind nun alle End-Ergebnisse hier auf diesen Seiten zu finden. Damit endet auch die tägliche Berichterstattung, allerdings wird es in absehbarer Zeit noch einen Schwung neuer Fotos geben!
Freitag, 30.7.
- Der letzte Wettkampftag bot zunächst keinen Wind, so dass bis zum Mittag gewartet werden musste, bis die Segler auslaufen konnten. Im Verlaufe des Nachmittags frischte es allerdings wie an den Vortagen auf 3 Windstärken auf.
- Bei ideallen Bedingungen konnten die letzten beiden Wettfahrten gesegelt werden. Um zeitig fertig zu werden, wurden diesmal allerdings nur verkürzte Kurse gesegelt.
- Die Europameister 1999 sind:
K1: Normann Strack/Manfred Haselbeck
K2: Jens Magdanz/Mike Glückstein
TOPCAT: Karl Sydow
TC Formel 2: Udo Steinke/Chrishard Landt (Schweden)
- Glück im Unglück hatte ein TOPCAT-Segler: Er wollte im Anschluss an die Wettfahrten seinen geslippten Cat zu seinem Auto schieben, um ihn dort zu verladen. Allerdings übersah er dabei eine Oberleitung, die quer über den Weg führte. Wie durch ein Wunder entstand dabei nur Sachschadem am Mast, der Segler kam nicht zu Schaden!
- Bedingt durch den folgenden Stromausfall konnten das Wettfahrtbüro die letzten Ergebnisse nicht in den Computer eingeben und auch die Aktuallisierung der Daten hier auf dieser Seite konnte nicht vorgenommen werden.
- Die Siegerehrung verlief in einem würdigen Rahmen. Jeder Teilnehmer erhielt eine Erinnerungsplakete sowie einen Preis. Sonderpreise gab es für die jugendlichen Segler des "TOPCAT Junior Racing Teams", für die weiblichen Steuerleute sowie für den ältesten Teilnehmer, Gerd Friemel.
Der Vorstand der Deutschen TOPCAT Klassenvereinigung, Bernd Pichlinsky, dankte nochmal herzlich der Stadt Barth und dem Barther Seglerverein für die ausgerichtete Meisterschaft und übergab schliesslich die TOPCAT-Fahne an den Vertreter der Österr. Klassenvereinigung, Robert Steiger. Die Euro 2000 wird Ende August am Neusiedler See in Österreich ausgetragen.
- Bei ausgelassener Stimmung wurde noch bis spät in die Nacht gefeiert. Ein besonderer Höhepunkt stellte das Feuerwerk im Hafen dar, das anlässlich der Hafentage abgeschossen wurde. So mancher Spezialeffekt der Feuerkünstler überraschte die staunende Menge.
Donnerstag, 29.7.
- Nachdem nur noch wenig Wind erwartet wurde, hat die Wettfahrtleitung in Rücksprache mit den TOPCAT-Obleuten beschlossen, die weiteren Wettfahrten im Barther Bodden zu segeln. Der Kurs wird deshalb auch um eine Schleife erweitert, da die Schenkel nicht mehr so lang ausgelegt werden können, wie im Grabow.
- Gegen Mittag kann die 5. Wettfahrt bei leichten Winden gestartet werden. Direkt im Anschluss erfolgte der Start zur 6. Wettfahrt, inzwischen hatte der Wind immerhin auf 3 Windstärken aufgefrischt.
- Eine kuriose Szene gab es zum Ende der 6. Wettffahrt: Ein K1 kenterte kurz vor dem letzten Lee-Gate unter Reacher und verlor dabei den Luckendeckel seines untenliegenden Rumpfes. Der Rumpf machte daraufhin sehr schnell viel Wasser, woraufhin der K1 sich nur noch mit Hilfe eines Motorbootes aufrichten und an Land bringen liess.
- Ein wahrer Protestreigen begleitete die 6. Wettfahrt der K2. Insgesamt 4 Proteste wurden eingereicht, woraufhin 3 Segler disqualifiziert wurden. Leider erwiesen sich nicht alle Protestparteien als sportliche Verlierer.
- Nach der aktuellen Zwischenwertung sind noch mit spannenden Titelkämpfen in den beiden letzten Wettfahrten zu rechnen. In allen drei Klassen liegen die führenden Teams nur wenige Punkte auseinander, so dass noch viel passieren kann.
- Bei den TOPCATs scheint zumindest der siegreiche Club als absolut sicher festzustehen, denn die drei führenden Segler kommen alle von den "Bühler Segelfreunden" (BSF) vom Alpsee.
Mittwoch, 28.7.
- RUHETAG!
Es finden keine Wettfahrten statt. Für den Nachmittag ist eine "Überraschungsfahrt" geplant.
- Der Wind hat morgens weiter nachgelassen und weht nun aus Nord. Auch für die kommenden Tage wird nur noch mit leichten Winden gerechnet.
- Trotz idealer Segelbedingungen am Nachmittag (3 Windstärken bei Sonne pur!) bleiben fast alle TOPCATs unberührt. Die Segler suchen ihre Erholung zum Teil am Strand in Zingst.
- Die Überraschungsfahrt führte die TOPCAT-Segler zu den Störtebeker-Festspielen auf Rügen. Gegen Mitternacht waren alle Busse wieder in Barth eingetroffen und einige Segler gönnten sich noch das eine oder andere Bier im Festzelt.
Dienstag, 27.7.
- Bei mässigen Winden konnten die Wettfahrten 3 und 4 ohne weitere Probleme gesegelt werden.
- In allen Klassen haben sich die Favoriten bereits nach Punkten abgesetzt: Bei den K1 liegt Normann Strack zusammen mit Manfred Haselbeck vorne, die K2 werden von Jens Magdanz und Mike Glückstein angeführt und bei den TOPCATs kann der Vorjahressieger Karl Sydow seinen Frühstart nach der nächsten Wettfahrt wieder streichen und wird dann höchstwahrscheinlich seinen Bruder Helmut wieder vom ersten Platz verdrängen.
Trotzdem bleibt es in allen Klassen spannend, da noch 4 Wettfahrten zu segeln sind.
- Die abendliche KV-Fete klang bei Techno-Musik im Festzelt aus. Dabei tanzte nicht nur die TOPCAT-Jugend bis in den Morgen hinein, es wurden fast alles Altersklassen gesichtet.
Montag, 26.7.
- Die ersten beiden Wettfahrten konnten bei 3-5 Windstärken durchgezogen werden. Die Ergebnisse können bereits eingesehen werden:
TOPCAT
K2
K1
- Der Start zur ersten Wettfahrt verzögerte sich durch einen zeitlichen Fehler der Wettfahrtleitung etwas (die Wettfahrt wurde daraufhin abgebrochen), konnte dann allerdings problemlos erfolgen.
- Beim Start zur zweiten Wettfahrt musste das K1-Feld komplett zurückgerufen werden, da es zu viele Frühstarter gab. Beim anschliessenden zweiten Start wurde daraufhin die "Schwarze-Flaggen-Regel" angewahnt, der auch einige Segler zum Opfer fielen. Ein Segler versuchte zwar noch, durch eine hektische Halse der Disqualifikation zu entgehen, beschädigte dabei allerdings einen anderen K1 so stark, das dieser wenig später von einem Motorboot abgeborgen werden musste.
- Weder Festzelt noch sonstige Lärmquellen stören den romantischen Sonnenuntergang. Welche Erholung für mach geplagte Ohren.
Sonntag, 25.7.
- Der Stellplatz für die Wohnmobile lichtet sich weiter, nachdem mehr und mehr Segler vor dem Lärm des benachbarten Festzeltes fliehen.
- Das "TOPCAT Racing Team" hat die weitere Teilnahme an den Drachenboot-Wettkämpfen abgesagt, um sich nun voll auf die anstehenden Wettfahrten konzentrieren zu können.
- Das Practice-Race wurde mit leichter Verspätung am Nachmittag ohne weiter Zwischenfälle durchgeführt. Leider flaute der Wind kurz vor dem Start deutlich ab.
Gewonnen hat bei den TOPCATs Roderich Schütze, bei den K2 siegte das Italienische Team Mauro Bocchini/Alan Severi und bei den K1 setze sich der mehrmalige TOPCAT-Europameister Normann Strack zusammen mit Manfred Haselbeck durch.
- Im Anschluss an das Practice-Race floh fast der komplette Rest der Wohnmobile von der Stellwiese und fand noch Platz direkt am Wasser. Dort waren bisher die Teilnehmer an den Drachenboot-Rennen untergebracht und man ist dort aufgrund der Entfernung besser vor dem Lärm des Festzeltes geschützt.
- Abends wurde die Euro offiziell eröffnet. Zu Gast war auch der Barther Bürgermeister, der allen Teilnehmer viel Erfolg und einen angenehmen Aufenthalt in Barth wünschte.
Unter den drei Gewinnern des Practice-Races wurden drei Sachpreise der Firma Brinkmann verlost.
Das anschliessende Buffet bot den Seglern ein reichhaltiges Angebot aus der heimischen Küche Meckenburg-Vorpommerns.
- Nachdem nun fast alle Wohnmobilisten erfolgreich vom Lärm des Festzeltes geflohen waren, nutzte man nun das Festzelt um noch bis spät in die Nacht zu feiern.
Samstag, 24.7.
- Mit einleitenden Worten des Ministerpräsidenten, des Landrats und des Bürgermeisters, sowie 3 Kanonenschüssen, wurden die 6. Barther Segel- und Hafentage offiziell eröffnet.
- Das kurzfristig formierte "TOPCAT Racing Team" hat an den Drachenboot-Wettkämpfen mit Bravour teilgenommen. Im ersten Vorlauf konnte ein 2. Platz erzielt werden. Im zweiten Wertungslauf konnte die Leistung zwar nochmals gesteigert werden, die starke Konkurrenz liess allerdings nur einen dritten Platz zu.
- Die Registrierung und Vermessung läuft auf Hochtouren, inzwischen sind auch fast alle Teilnehmer eingetroffen und bauen ihre TOPCATs auf. Entsprechend gefüllt sind nun auch die Stellwiese für die Wohnmobile und die Liegewiese für die Cats.
Da auch die Teilnehmer an den Drachenboot-Wettkämpfen auf dem Gelände des Segelvereins untergekommen sind, ergibt sich ein unübersichtliches, aber nettes Chaos.
- Wie in den letzten Tagen weht ein Westwind, allerdings nur noch mit 2-3 Bft.
Das Anziehende Hoch "Simone" ist allerdings anhand der wieder gestiegenen Temperaturen bereits zu spüren und man rechnet mit einem Abflauen des Windes zum Sonntag.
- Bei der Abendlichen Berichterstattung im Regionalfernsehen wurde auch die TOPCAT-Europameisterschaft erwähnt. Leider hatte es nur noch wenig Wind im Hafen, so dass die Cats nicht richtig zur Geltung kamen.
Freitag, 23.7.
- Mehrere Segler erkunden gemeinsam die Fahrt zum und die Möglichkeiten im Grabower Bodden und kommen mit guten Nachrichten zurück. Auch die Verantwortlichen konnten von dem Anliegen der Segler überzeugt werden, so dass nun die Wettfahrten zwar nicht publikumswirksam im Barther Bodden, dafür mit einer größeren Wasserfläche und weniger Untiefen auf dem Grabower Bodden "nebenan" gesegelt werden.
- Andere Segler haben sich sogar durch das enge Fahrwasser bis auf die offene Ostsee durchgekämpft. Eine Berliner Seglerin hat allerdings bei der flotten Heimfahrt eine Fahrwassertonne übersehen und diese prompt zwischen die Rümpfe bekommen. Bei dieser Aktion hat sich die Boje von unten durch das Trampolin gebohrt. Nach einer Notreparatur konnte die Fahrt zurück in den Barther Bodden fortgesetzt werden.
- Der Wind ist sehr böig bei 4-5 und kommt immer noch aus West.
- Animiert durch die Trainingswettfahrten der Drachenboote haben sich auch 18 TOCPAT-Segler gefunden und wollen dieses Gefährt einmal ausprobieren. Nach 2 Runden durchs Hafenbecken ist klar, das man an den Wettkämpfen am Samstag teilnehmen wird.
- Das Open-Air-Konzert von "Hot Chocolate" hat den Startschuss für die 6. Barther Segel- und Hafentage gegeben.
Donnerstag, 22.7.
- Die Routine der letzten Tage hat sich nun durchgesetzt. Einige gehen schon mittags segeln, andere nutzen erst die traumhafte Abendatmoshäre, um noch einen Schlag durch den Bodden zu machen. Segeln ist praktisch bis 22.00 Uhr möglich, auch der Wind spielt mit.
- Bereits seit Anfang der Woche ist Abends ein reges Treiben am Vereinsgelände zu beobachten. Verschiedene Mannschaften aus Barth trainieren fleissig für die anstehenden Drachenboot-Wettkämpfe. Dabei sitzen 16 bis 20 Männer und Frauen in einem langen Boot, unterstützt duch eine möglichst kleine Trommlerin, die den Takt angibt und einen Steuermann und paddeln mit Stechpaddeln auf einer Strecke von 250m im K.O.-System um die Wette.
Mittwoch, 21.7.
- Nachdem nun fast jeder Segler bereits Kontakt mit der einen oder anderen Sandbank im Barther Bodden hatte und die allgemeine Meinung davon ausgeht, das man auf dieser Wasserfläche keine Wettfahrten mit der entsprechenden Länge segeln kann, ist eine heftige Diskussion im Gange, die Wettfahrten in den Grabower Bodden zu verlegen. Die einstündige Anfahrt (und natürlich später die Heimfahrt) durch das enge Fahrwasser spricht allerdings noch dagegen.
- Die Stellwiese für die Wohnmobile und Wohnwägen ist nun abgemäht und wird auch sofort durch die TOPCAT-Segler in Beschlag genommen.
Dienstag, 20.7.
- "Warten auf das Gewitter"
Nachdem der Wetterbericht für die Mittagszeit ein heftiges Gewitter mit Sturmspitzen um 8 Windstärken angekündigt hat, warten die Segler gespannt auf die dunklen Wolken, obwohl wunderbares Segelwetter mit 4-5 Bft. geradezu zum Segeln einladen. Mehrere Wolkenformationen lassen zwar schlimmes erahnen, allerdings passiert nichts. Gegen 19.00 Uhr ist dann schliesslich allen klar, das heute kein Gewitter mehr kommen wird und man bindet die Cats wieder von den Erdhaken los, um doch noch einen kleinen Schlag zu wagen. Leider hat der Wind nun auf 1-2 Bft. nachgelassen und so mancher ärgert sich ob des verschenkten, guten Segeltages.
- Die Bemühungen des gastgebenden Segelvereins sind nicht zu übersehen. Obwohl noch nicht alles fertig ist, kann man doch grosse Fortschritte beim Herrichten der Stell- und Liegeplätze für die Cats und Wohnmobile erkennen.
Montag, 19.7.
- Die ersten Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich und Bayern sind bereits eingetroffen.
Viele haben die Regatta am Müggelsee/Berlin als Zwischenstation genutzt, um die lange Anreise (bis zu 13 Stunden alleine nach Berlin!) etwas angenehmer zu gestalten. Leider war dort am Sonntag kein Wind mehr, trotzdem konnten am Samstag 3 Wettfahrten bei wechselnden Winden gesegelt werden.
- Das Wetter lädt zum Segeln ein: Heiss und Wind um 3-4 aus Ost. Die Segler müssen allerdings schnell feststellen, das der Bodden an einigen Stellen sehr seicht ist, mehrfache Grundberührungen ohne weitere Schäden sind daher unvermeidbar. Die einzige Kenterung des Tages findet zum Glück im tiefen Wasser der Fahrrinne statt und geht ebenfalls ohne Schäden, aber mit einem erfrischenden Nebeneffekt ob der hohen Temperaturen, aus.
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